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Donnerstag, 6. Dezember 2007

Ohrenbluten

Wie jedes Jahr zu Weihnachten bekomme ich auch jetzt mal wieder massives Ohrenbluten, wenn ich ES ertragen muss.

ES ist einfach überall: Im Radio, im Fernsehen, im Supermarkt, in Kneipen... Eine dauerhafte Flucht scheint unmöglich.

Beim Einschalten des Radios habe ich oftmals schon schwitzige Hände, denn ES könnte mir ja plötzlich ohne Vorwarnung entgegenschallen.

ES macht mich regelrecht aggressiv und geht mir wirklich ganz gewaltig auf die Nerven, weil ES einfach so unerträglich ist.

...ES ist "Last Christmas" von Wham!

Ich habe übrigens absolut nichts gegen die Band an sich, aber dieser eine Song erweckt in mir ein Gefühl von Hass, welches ich in dieser Form wirklich sehr selten und auch nur sehr ungerne verspüre.

Hätte irgendjemand 1984 schnell genug reagiert und George Michael bei den Aufnahmen einfach das Mikrofon entrissen, wäre der Menschheit wohl viel Leid erspart geblieben.

Es gibt doch so viele wirklich gelungene Weihnachtslieder von Leuten wie z.B. Elvis Presley, Frank Sinatra oder Bruce Springsteen, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Warum nur wird aber ausgerechnet ES Jahr für Jahr überall den Menschen bis zum Erbrechen durch die unschuldigen Gehörgänge gepustet?

Rettet unsere Ohren... Stoppt ''Last Christmas''!

Samstag, 3. November 2007

Abspielgeschützte CDs

Gestern habe ich mir mal wieder eine CD gekauft aber leider erst zu Hause bemerkt, dass diese einen Kopierschutz enthält.

Eigentlich habe ich das sogar erst dann bemerkt, als sowohl meine Anlage als auch mein DVD-Player und mein tragbarer CD-Player sich schlichtweg weigerten, sie abzuspielen.

Es handelt sich dabei also scheinbar eher um einen Abspielschutz als um einen Kopierschutz.

Lediglich auf meinem PC, also dem einzigen meiner Geräte, mit dem ich diese CD tatsächlich kopieren könnte, kann ich sie problemlos abspielen... Wie widersinnig!

In diesem speziellen Fall ist der Kopierschutz aber eh eine mehr als dämliche Idee, da die bereits einige Monate früher erschienene Erstauflage der CD noch keinen enthielt, welche jedoch ansonsten nahezu identisch mit der um eine Bonus-DVD erweiterten Neuauflage ist.

Wie kann man seitens des Labels nur ernsthaft auf die Idee kommen, eine bereits seit Monaten ungeschützt verfügbare CD erneut zu veröffentlichen, nur dieses Mal halt mit einem Kopierschutz?

Diejenigen, die sich CDs eh nur kopieren und evtl. sogar in Tauschbörsen anbieten, haben das sicherlich bereits nach dem Erscheinen der Erstauflage getan, würden aber wohl auch weder technische noch moralische Probleme damit haben, die kopiergeschützte Neuauflage zu kopieren.

Die Leidtragenden sind hier also mal wieder die ehrlichen Kunden, die dazu bereit sind, sich die CD vielleicht sogar ein zweites Mal zu kaufen, nur um auch die neue Bonus-DVD zu besitzen.

Mittlerweile scheinen aber ja glücklicherweise immer mehr Labels erkannt zu haben, dass sie mit derartigen Praktiken eigentlich nur ihre ehrlichen Kunden verärgern, denn offensichtlich enthalten immer weniger Neuerscheinungen einen Kopierschutz.

Donnerstag, 27. September 2007

Mir doch egal!

Wer kennt sie nicht, diese lustigen TED-Umfragen im Videotext vieler Fernsehsender, bei denen man durch einen Anruf (natürlich über eine kostenpflichtige Servicenummer) für eine von mehreren zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten zu aktuellen Themen abstimmen kann.

Dabei kann es sowohl um Politik gehen als auch um Sport, Kultur oder das Programm des jeweiligen Senders.

Was mich bei diesen Umfragen immer wieder fasziniert, das sind die meist zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten wie "Mir egal", "Weiß nicht" oder "Keine Ahnung", für die dann sogar tatsächlich fast immer auch noch Leute anrufen.

Wieso nur nimmt ein Mensch einen Telefonhörer in die Hand und wählt eine kostenpflichtige Servicenummer, wenn ihm das Thema doch offensichtlich eh egal ist?

Was bringt es den Anrufern eigentlich überhaupt, bei solchen Umfragen teilzunehmen?

Ist der überwiegende Teil der Anrufer der gleichen Meinung wie man selbst, dann freut man sich kurz darüber und hat die Umfrage am nächsten Tag bereits wieder vergessen.

Ist der überwiegende Teil der Anrufer einer anderen Meinung, dann regt man sich kurz darüber auf und hat die Umfrage wohl ebenfalls am nächsten Tag wieder vergessen.

Die Einzigen, die wirklich reell von den Anrufern profitieren, das sind die Sender, die nämlich das Geld für die ganzen eingegangenen Anrufe kassieren.

Würde ich mich irgendwo hinstellen und anderen Menschen sagen, dass sie mir ihre Meinung zum Thema "..." nennen dürfen, wenn sie mir dafür 25 Cent zahlen, dann würden mich die meisten wohl für verrückt erklären.

Sobald aber im Fernsehen irgendwo eine Telefonnummer eingeblendet wird, wird dort gleich angerufen, als gäbe es kein Morgen mehr.

Es scheint mittlerweile ja regelrecht zum Volkssport geworden zu sein, sich bereitwillig verarschen und abzocken zu lassen.

Irgendwann muss es in der Evolution mal einen Punkt gegeben haben, an dem eine ganze Menge Dinge verdammt schief gelaufen sind.

Donnerstag, 2. August 2007

Ohne Kommentar...

Titanic Satiremagazin, August 2007 ('Hoffnung in Deutschland: Kann er SCHÄUBLE stoppen?')

Montag, 23. Juli 2007

Der "Potter Harald" verzaubert wieder alle Medien!

Jetzt gibt es also mal wieder ein neues Harry Potter Buch... Bisher zwar nur auf Englisch, doch das scheint den meisten Lesern ja wohl egal zu sein.

Zufälligerweise (natürlich) hat aber doch tatsächlich irgendein ganz böser Mensch das Buch bereits vor dem Erscheinungstermin abfotografiert und ins Internet gestellt, woraufhin dann auch (erwartungsgemäß) plötzlich eine regelrechte Medienlawine losrollte.

Die Bildzeitung ist (wie sollte es auch anders sein) bei der Berichterstattung natürlich mal wieder ganz vorne mit dabei, und selbst die Firma Canon will gerne bei der Fahndung nach dem Übeltäter helfen, denn immerhin wurde das Buch wohl mit einer Kamera aus dem Hause Canon abfotografiert.

Woche für Woche erscheinen weltweit eine ganze Menge Bücher, Filme und CDs, wovon ein großer Teil wohl ebenfalls bereits vor oder nahezu zeitgleich mit dem Erscheinungstermin irgendwo im Internet auftauchen dürfte, aber darum wird doch auch nicht jedes Mal gleich so ein Zirkus veranstaltet.

Warum steht also ausgerechnet Harry Potter stets immer wieder sofort im Interesse nahezu aller Medien?

Mir stellen sich momentan jedenfalls die folgenden Fragen:

Was für ein langweiliges Leben muss man haben, um überhaupt auf die Idee zu kommen, jede einzelne Seite eines derartig dicken Wälzers abzufotografieren?

Mir ist es ja manchmal schon fast zu aufwändig, mal ein paar Sachen für meine gelegentlichen eBay-Auktionen abzulichten.

Hat man bei Canon nichts Besseres zu tun, als sich in Dinge einzumischen, mit denen man doch eigentlich nicht wirklich etwas zu tun hat, oder ist der Firma Canon etwa durch diese Geschichte irgendein wirtschaftlicher Schaden entstanden, der ein derartiges Eingreifen rechtfertigt?

Ich bin selbst Besitzer einer älteren Canon Kamera, aber ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eingewilligt zu haben, dass die Firma Canon (aus welchen Gründen auch immer) die von mir z.B. im Rahmen einer Reparatur erfassten Daten von sich aus einfach so weitergeben darf.

Woher hat der böse Fotograf das doch ach so Geheimnis umwitterte Buch eigentlich bereits mehrere Tage vor dem Erscheinungstermin bekommen?

Vielleicht sollte man bei den Nachforschungen doch lieber mal dort ansetzen.

Meiner Meinung nach ist das alles mal wieder eine einzige Inszenierung, bei der sich ein paar Medien und Firmen zusammengeschlossen haben, um sich in der Öffentlichkeit werbewirksam zu positionieren.

Irgendwie würde es mich ja schon reizen, einmal in sämtlichen durch die Medien bekannt gewordenen Tauschbörsen im Internet nach dort bereits verfügbaren aktuellen oder auch kommenden Veröffentlichungen zu suchen und dann eine Übersicht aller gefundenen Titel z.B. der Bildzeitung zu übermitteln, aber dafür ist mir meine Zeit dann doch zu kostbar.

Würde man dort allerdings jedem einzelnen gefundenen Titel eine derartige Aufmerksamkeit widmen wie dem neuen Harry Potter Buch, dann würde dies den Umfang der Zeitung sicherlich sprengen.

Da ich bisher selbst noch keines der Harry Potter Bücher gelesen habe, steht es mir sicherlich auch nicht zu, irgendwelche Kritik an den darin vermittelten Inhalten zu üben (es ist ja schon erfreulich genug, dass es überhaupt so viele Leute gibt, die noch Bücher lesen), doch der ganze Hype, der darum gemacht wird, geht mir so langsam trotzdem ziemlich auf die Nerven.

Aber was soll's... Es gibt Wichtigeres auf dieser Welt!

Dienstag, 29. Mai 2007

Mit wenigen Worten noch weniger mitteilen...

Bereits seit einigen Jahren lese ich nun mehr oder weniger regelmäßig das Rolling Stone Magazin, da darin doch immer wieder sehr interessante Artikel über mir wichtige Musiker und andere Themen zu finden sind und auch die CD-Beilagen meist meinen Geschmack treffen.

Ebenfalls immer wieder amüsiere ich mich über die zahlreichen Leserbriefe, in denen Leser sich beschweren, dass z.B. eine CD ihrer Lieblingsband eine schlechte Kritik bekommen hat oder die Band auf eine andere Art und Weise negativ dargestellt wurde.

Wenn ich diese Leserbriefe lese, frage ich mich stets, warum diese Leute sich teilweise überhaupt ausufernd darüber aufregen anstatt einfach zu akzeptieren, dass Geschmäcker nun mal verschieden sind.

Wenn mir eine CD gefällt, dann können andere noch so schlecht darüber denken, reden oder schreiben... Das ändert jedenfalls nichts an meiner Meinung.

Durch die aktuelle Ausgabe (Juni 2007) des Rolling Stone Magazins habe nun aber auch ich mich wirklich erstmals dazu veranlasst gefühlt, einmal einen Beitrag zu kommentieren.

Auf Seite 98 in besagter Ausgabe befinden sich die sogenannten "Short Cuts" (also Kurzkritiken) von Wolfgang Doeberling, in welchen CDs kurz und knapp besprochen werden.

Ich habe nun wahrlich nichts gegen Kurzkritiken, solange diese mir mitteilen, warum die besprochene CD für den Rezensenten denn nun gut oder auch schlecht ist, also ein gewisses Mindestmaß an Informationen enthalten.

In diesem Fall aber gibt es eine Ein-Sterne-Kritik (die schlechteste überhaupt mögliche Bewertung) zu dem Album "Stay" der Band Simply Red, welche sich wie folgt liest...
"Better dead than Red", resümierte das "Q"-Magazin bündig seinen Verriss. Wie gemein.
Ja, das ist tatsächlich der komplette Inhalt der Kritik, und ich frage mich wirklich, was der Autor dieser Zeilen den Lesern damit sagen möchte, außer, dass ihm an diesem Album scheinbar gar nichts gefällt.

- Um welche Art Musik handelt es sich dabei denn eigentlich?
- Warum genau ist die CD so schlecht?
- Ist es der Gesang, die Instrumentierung, die Produktion?


Lieber Herr Doeberling, wenn man offensichtlich derartig wenig zu sagen hat, dann sollte man es vielleicht lieber ganz bleiben lassen, anstatt seine Leser mit Inhalten zu konfrontieren, deren einziger Zweck scheinbar die Befriedigung des eigenen Egos ist.

Ich selbst bin übrigens weder Fan der Band Simply Red (obwohl ich zugegebenermaßen mit "A New Flame" eines ihrer ersten Alben besitze), noch habe ich das Album "Stay" je gehört, welches übrigens bereits seit Anfang März 2007 im Handel erhältlich ist.

Meiner Meinung nach sollte ein Autor eines renommierten Musikmagazins aber doch gerade bei schlechten Kritiken auch so fair sein, und zumindest eine nähere Begründung für seine Bewertung abliefern.

...Mit dieser Kritik stellt Herr Doeberling jedenfalls eher sich selbst als der besprochenen CD ein Armutszeugnis aus.

Freitag, 11. Mai 2007

Fastfood

Heute war ich mal wieder bei dem "Restaurant" mit dem großen gelben M... Fastfood also!

Von "fast" konnte da heute jedoch nicht so wirklich die Rede sein, denn an nahezu allen Kassen schienen die Mitarbeiter/-innen selbst mit einfachsten Bestellungen restlos überfordert zu sein und liefen ständig ziemlich planlos hin und her, scheinbar auf der Suche nach etwas, von dessen Existenz wohl auch nur sie etwas wussten.

Wenn man sich in seiner eh schon kurzen Pause an einer Kasse anstellt, an der lediglich eine einzige Person vor einem steht, und dann dennoch fast 10 Minuten warten muss, ehe man an der Reihe ist, dann würde ich das nicht unbedingt "fast" nennen, zumal die Person vor mir nun wahrlich keine Großbestellung aufgegeben hatte.

Dann war es aber endlich soweit, und ich durfte meine Bestellung aufgeben:

9 Chicken McNuggets mit Chilisauce
1 Gartensalat mit Balsamico Dressing
1 große Cola
...das Ganze als Maxi-Menü und zum Mitnehmen.

Nach weiteren ca. 5 Minuten hielt ich mein Essen dann auch tatsächlich in den Händen.

Als ich jedoch später die erste Tüte mit den Chicken McNuggets öffnete, sah ich, dass sich darin Barbecue-Sauce anstatt Chilisauce befand!

Aber da wollen wir mal nicht so sein... Das kann ja schließlich mal passieren, und Barbecue-Sauce mag ich immerhin auch ganz gerne.

Nach dem Verzehr der Chicken McNuggets wollte ich mir dann erstmal die fettigen Finger abwischen, doch leider konnte ich in keiner der beiden Tüten Servietten finden.

Na gut, von irgendwas müssen die Papiertaschentuchhersteller ja schließlich auch leben.

Viel mehr konnte nun eigentlich nicht mehr danebengehen, denn jetzt blieb ja nur noch der Gartensalat mit dem obligatorischen Balsamico Dressing.

...Doch wo war das Balsamico Dressing?

Stattdessen fand ich ein "Caesar Dressing" mit Käse, was ja nun wirklich nicht unbedingt zu einem Gartensalat passt.

Aber das war mir mittlerweile eh schon ziemlich egal, denn essen konnte ich den Salat sowieso nicht, da nicht nur die Servietten fehlten, sondern auch die Plastikgabel für den Salat.

Etwas überrascht war ich übrigens von der Cola, denn in dem Becher befand sich tatsächlich... Cola!

(Dabei hatte ich mich nach all den Pannen doch schon so auf Fanta gefreut.)

Fazit: Nur weil Fastfood diesen Namen trägt, muss es nicht zwangsläufig auch wirklich "fast" sein, und über das "food" kann man sicherlich auch geteilter Meinung sein.

Ein Gutes hat das Ganze jedoch... Es gibt endlich mal wieder einen neuen Beitrag in meinem Blog!

Sonntag, 29. April 2007

Technology @ Work (...oder eben auch nicht)

Es nervt tierisch, wenn sich der PC einfach so verabschiedet und nicht mehr richtig starten lässt.

Es nervt noch viel mehr, wenn man später feststellt, dass dabei auch einige mehr oder weniger wichtige Daten verloren gegangen sind.

So richtig nervt es aber, wenn so etwas dann auch noch an einem herrlich sonnigen Tag wie heute passiert, an dem man nun wirklich bessere Dinge zu tun hat, als diesen blöden Kasten wieder lauffähig zu bekommen.

...Also lässt man das auch erstmal bleiben und kümmert sich in Ruhe nach Sonnenuntergang darum.

Zumindest die wichtigsten Programme laufen mittlerweile zwar wieder, aber es trägt nicht unbedingt zu guter Laune bei, wenn man all die Dinge, die man sich eigentlich noch vorgenommen hatte, nun doch nicht erledigen kann, da der PC vorerst nur eingeschränkt nutzbar ist.

Sonntag, 1. April 2007

Aprilscherze

Eisbär Knut geht auf Zoo-Tournee, Dieter Bohlen hört bei "DSDS" auf, George Bush legt sein Amt als Präsident der USA nieder...

Wie in jedem Jahr haben sich die Menschen auch heute mal wieder die verschiedensten Sachen einfallen lassen, um andere in den April zu schicken.

Über manche Dinge kann man sich ja durchaus noch amüsieren, andere aber sind mittlerweile so abgedroschen, dass man wirklich nur noch den Kopf schütteln kann.

Da wären z.B. das berühmte Loch in der Lieblingshose, die verfärbte Wäsche, das Wasser im Keller usw.

Absolut geschmacklos finde ich jedoch "Scherze" wie diesen Wikipedia Eintrag, in welchem zu lesen ist, dass Paul McCartney am 31.03.2007 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sei.

So etwas hat mit Humor ja wohl wirklich nichts mehr zu tun.

Freitag, 16. März 2007

Musik, Muzak und akustische Umweltverschmutzung

Kürzlich habe ich die wundervolle Musik von Friedemann wiederentdeckt, und in der Hülle einer der CDs befand sich noch ein alter Katalog des Vollton Musikverlags bzw. Biber Records, dem Label von Friedemann.

Daraus möchte ich gerne einmal einen kleinen Text zitieren:

"Im Jahre 1990 feiert das »kleine aber feine« Schallplatten-Label sein zehnjähriges Bestehen. Ein freudiges Ereignis, denn ein aussergewöhnlich niveauvolles musikalisches Konzept wurde erfolgreich verwirklicht. Der Name des vom Aussterben bedrohten Nagetiers hat sich in der Musikwelt etabliert und steht heute für intelligente Populärmusik, die ästhetisch, innovativ und technisch perfekt ist.

»In Zeiten akustischer Umweltverschmutzung durch austauschbare Hitparadenprodukte aus der Retorte und durch seichte Muzak-Berieselung in allen Lebenslagen, ist das ein nicht hoch genug zu schätzender Beitrag zur Lebensqualität«, meint Musikjournalist Manfred Gillig.

(...) Nach wie vor steht Biber deshalb zu seinem Grundsatz, die Kreativität zu fördern, die sich nicht in der Reproduktion vorgegebener Strickmuster erschöpft."

Dieser Text stammt aus dem Jahr 1990, ist also bereits 17 Jahre alt, doch offensichtlich hat er bis heute nichts an Aktualität eingebüßt!

Wohl nie zuvor gab es mehr One-Hit-Wonder, als im letzten Jahrzehnt.

Wer sich heute z.B. einmal die Charts von vor 10 Jahren anschaut, wird sich wohl zu Recht fragen, was denn aus all diesen "Künstlern" wohl geworden ist, von denen heute, nicht selten sicherlich ebenfalls zu Recht, niemand mehr spricht.

Anstatt jedoch wieder wirkliche Talente zu fördern und aufzubauen, lassen die großen Labels sich ihre "Bands" heute lieber im TV zusammenbasteln oder von geschäftstüchtigen Produzenten entwickeln, wie z.B. ein neues Waschmittel oder ein beliebiges anderes Massenprodukt.

Seien wir doch mal ehrlich... Die Musiker, die sich vielleicht schon seit Jahren kennen und aus Leidenschaft und Spaß an der Sache zusammen Musik machen, haben heutzutage doch so gut wie keine Chance mehr.

Die "Musiker" unserer Zeit müssen scheinbar nur möglichst gut aussehen und ansonsten hauptsächlich funktionieren, wie Roboter.

Wollen sie plötzlich mehr Mitbestimmungsrechte oder der Erfolg beginnt nachzulassen, dann werden sie halt einfach durch ein schon längst in irgendeiner Schublade bereitliegendes neues "Produkt" ersetzt.

So ist auch gleichzeitig bei diesen ganzen dubiosen Quiz-Sendungen im TV stets für eine ausreichende Menge an Nachwuchs-"Moderatoren" gesorgt.

...Doch das ist ein anderes aber sicherlich nicht minder trauriges Thema!