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Sonntag, 13. Januar 2008

Spamälämäläm!

Was wäre die Welt nur ohne Spam?

Ständig sorgen sich irgendwelche wildfremden Leute darum, dass doch mein "bestes Stück" vielleicht zu klein sein könnte oder garantieren mir gar, dass es mit ihrem Produkt endlich mit der Nachbarin klappen würde.

Hätten diese Leute meine Nachbarin nur ein einziges Mal gesehen, würden sie mir sicherlich nie wieder derartige Mails schicken, denn in meinen Augen ist das die reinste Antiwerbung.

Meine Bank ist wohl ebenfalls ziemlich blöd, denn ständig verschlampen die meine Daten und bitten mich darum, diese auf einer extra dafür eingerichteten Seite doch kurz zu aktualisieren.

Warum mir daraufhin jedesmal gleich das Konto leergeräumt wird, verstehe ich zwar nicht so ganz, aber das hat sicherlich mit den gestiegenen Gebühren im Bankwesen zu tun.

Das nächste Mal werde ich meinen Bankberater mal darauf ansprechen, dass ich derartig hohe Gebühren doch für etwas übertrieben halte.

Bei der Gelegenheit kann ich ihn dann auch gleich darauf hinweisen, dass die Rechtschreibprüfung auf den Computern der Bank wohl defekt ist, denn die ganzen Fehler in deren Mails gehen ja nun wirklich auf keine Kuhhaut mehr.

Ob da wohl ein Haken dran ist, dass mir ein Mann aus Nigeria tatsächlich 25.000 € auf mein Konto überweisen will, wovon ich dann aber lediglich 20.000 € auf ein anderes Konto überweisen soll?

Den gesamten Rest darf ich als Aufwandsentschädigung behalten, und das ist ja wohl wirklich leicht verdientes Geld.

Wahnsinn, auf was für nette Leute man im Internet doch immer wieder trifft!

Wer die Ironie in diesem Beitrag findet, der darf sie behalten... Alle anderen sollten sich schon einmal auf die Suche nach einer guten Schuldnerberatung machen.

Mittwoch, 28. November 2007

Call-in and find out!

Neulich war mir mal wieder langweilig, so dass ich in den Nachgafferbus stieg, um in der Stadt einen Parkspaziergang zu machen.

Bereits nach kurzer Zeit landete der Bus jedoch in einer Staureihe, und ich begann mangels Alternativen damit, über irgendwelche Automarken mit A nachzudenken.

Am Straßenrand sah ich einen wütenden Bauern, der sich tierisch darüber aufregte, dass seine Ochsen einfach keine Milch geben.

Seine Hühner waren dafür aber richtig gut drauf und legten eine gigantische Menge Spasseier mitten in die Rahmgrube des benachbarten Spinatbauern.

Sogar ein seltenes Spannei war mit dabei.

Im Park angekommen staunte ich erstmal über die riesige steinerne Eselfigur am Eingang, ehe ich in Richtung Teich weiterging.

Darin schwamm eine Arschlochente, die von einer älteren Dame permanent mit Arschbrot gefüttert wurde.

Ich sagte der Dame, dass diese Entenart auch gerne mal einen Faulwurm frisst, aber das fand sie noch affiger.

Etwas später sah ich eine verzweifelte Frau mit einer dreckigen Wischwindel in der Hand, welche sie wohl gerne wegmurren wollte, aber leider war weit und breit nirgendwo ein Papierkorb zu sehen.

Nach ein paar Stunden begann mich dann aber auch der Park zu langweilen, und ich fuhr wieder nach Hause, wo ich den Fernseher einschaltete und natürlich sofort wieder bei einer dieser lustigen Call-in-Shows landete.

Das ist wirklich echtes Bildungsfernsehen, denn da erfährt man etwas über Automarken, von denen man zuvor noch nie gehört hat und über Heuwerfer, die sicherlich jeder Bauer in seinem Fuhrpark hat.

Einige der dort anrufenden Buchgrasaffen scheinen sogar ernsthaft daran zu glauben, dass der Mörder mittlerweile ein Beruf geworden ist.

Die kursiv geschriebenen Wörter im Text sind übrigens allesamt Anagramme, die in Call-in-Shows bei Wortsuchen verwendet wurden - nicht selten sogar mehrfach, aber die sogenannten Moderatoren wissen leider trotzdem nie, was da denn wohl rauskommt, obwohl sie oftmals nur einen Tag zuvor genau diese Wortsuche bereits gespielt haben.

Diese Form von Gedächtnisschwund scheint in der Call-in-Branche sogar senderübergreifend weit verbreitet zu sein.

Das ist aber ja auch kein Wunder, denn die Rätsel sind eh alle zu schwer, es ruft sowieso keiner an, und dann muss man sich auch noch ständig über irgendwelche Leute aufregen, die doch tatsächlich einfach auflegen.

Ich sehe mir übrigens sehr gerne Call-in-Shows an und amüsiere mich über die möchtegern-verzweifelten Moderatoren und die Anrufer, denn wo sonst bekommt man eine derartig geballte Ladung Trash-Comedy und das sogar noch ohne jegliche Werbeunterbrechung.

Nur anrufen sollte man dort halt besser nicht, denn jeder Cent, den man nicht für einen Anruf bei einer dieser Shows verschwendet, ist ein kleiner Gewinn!

Hier nun noch die Auflösungen für die oben verwendeten Anagramme, ehe vielleicht noch jemand daran verzweifelt und bei einer Call-in-Show anruft, um die Lösung zu erfragen:

Nachgafferbus = Aschaffenburg
Staureihe = Haustiere
Spasseier = Reisepass
Rahmgrube = Hamburger
Spannei = Spanien
Eselfigur = Flugreise
Arschlochente = Stachelrochen
Arschbrot = Rotbarsch
Faulwurm = Maulwurf
affiger = Giraffe
Wischwindel = Wildschwein
wegmurren = Regenwurm
Buchgrasaffen = Aschaffenburg

Donnerstag, 27. September 2007

Mir doch egal!

Wer kennt sie nicht, diese lustigen TED-Umfragen im Videotext vieler Fernsehsender, bei denen man durch einen Anruf (natürlich über eine kostenpflichtige Servicenummer) für eine von mehreren zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten zu aktuellen Themen abstimmen kann.

Dabei kann es sowohl um Politik gehen als auch um Sport, Kultur oder das Programm des jeweiligen Senders.

Was mich bei diesen Umfragen immer wieder fasziniert, das sind die meist zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten wie "Mir egal", "Weiß nicht" oder "Keine Ahnung", für die dann sogar tatsächlich fast immer auch noch Leute anrufen.

Wieso nur nimmt ein Mensch einen Telefonhörer in die Hand und wählt eine kostenpflichtige Servicenummer, wenn ihm das Thema doch offensichtlich eh egal ist?

Was bringt es den Anrufern eigentlich überhaupt, bei solchen Umfragen teilzunehmen?

Ist der überwiegende Teil der Anrufer der gleichen Meinung wie man selbst, dann freut man sich kurz darüber und hat die Umfrage am nächsten Tag bereits wieder vergessen.

Ist der überwiegende Teil der Anrufer einer anderen Meinung, dann regt man sich kurz darüber auf und hat die Umfrage wohl ebenfalls am nächsten Tag wieder vergessen.

Die Einzigen, die wirklich reell von den Anrufern profitieren, das sind die Sender, die nämlich das Geld für die ganzen eingegangenen Anrufe kassieren.

Würde ich mich irgendwo hinstellen und anderen Menschen sagen, dass sie mir ihre Meinung zum Thema "..." nennen dürfen, wenn sie mir dafür 25 Cent zahlen, dann würden mich die meisten wohl für verrückt erklären.

Sobald aber im Fernsehen irgendwo eine Telefonnummer eingeblendet wird, wird dort gleich angerufen, als gäbe es kein Morgen mehr.

Es scheint mittlerweile ja regelrecht zum Volkssport geworden zu sein, sich bereitwillig verarschen und abzocken zu lassen.

Irgendwann muss es in der Evolution mal einen Punkt gegeben haben, an dem eine ganze Menge Dinge verdammt schief gelaufen sind.

Samstag, 19. Mai 2007

Diverses 2

Es gibt Biere, von denen bekommt man sogar schon während des Trinkens Kopfschmerzen!

...Vielleicht liegt das aber ja auch an dem genialen neuen Album von Ozzy Osbourne, welches mir gerade ordentlich durch die Gehörgänge ballert.

Wenn man eine Frikadelle essen möchte und plötzlich bemerkt, dass man keinen Senf zu Hause hat, dann ist das übrigens ziemlich blöd.

Hier nun noch ein Blog, welches ich als sehr lesenswert betrachte, denn Quizsender finde ich z.B. ebenfalls irgendwie doof.

War das jetzt divers genug?
Ich denke schon.

PS: Nein, ich nehme keine Drogen!

Freitag, 16. März 2007

Musik, Muzak und akustische Umweltverschmutzung

Kürzlich habe ich die wundervolle Musik von Friedemann wiederentdeckt, und in der Hülle einer der CDs befand sich noch ein alter Katalog des Vollton Musikverlags bzw. Biber Records, dem Label von Friedemann.

Daraus möchte ich gerne einmal einen kleinen Text zitieren:

"Im Jahre 1990 feiert das »kleine aber feine« Schallplatten-Label sein zehnjähriges Bestehen. Ein freudiges Ereignis, denn ein aussergewöhnlich niveauvolles musikalisches Konzept wurde erfolgreich verwirklicht. Der Name des vom Aussterben bedrohten Nagetiers hat sich in der Musikwelt etabliert und steht heute für intelligente Populärmusik, die ästhetisch, innovativ und technisch perfekt ist.

»In Zeiten akustischer Umweltverschmutzung durch austauschbare Hitparadenprodukte aus der Retorte und durch seichte Muzak-Berieselung in allen Lebenslagen, ist das ein nicht hoch genug zu schätzender Beitrag zur Lebensqualität«, meint Musikjournalist Manfred Gillig.

(...) Nach wie vor steht Biber deshalb zu seinem Grundsatz, die Kreativität zu fördern, die sich nicht in der Reproduktion vorgegebener Strickmuster erschöpft."

Dieser Text stammt aus dem Jahr 1990, ist also bereits 17 Jahre alt, doch offensichtlich hat er bis heute nichts an Aktualität eingebüßt!

Wohl nie zuvor gab es mehr One-Hit-Wonder, als im letzten Jahrzehnt.

Wer sich heute z.B. einmal die Charts von vor 10 Jahren anschaut, wird sich wohl zu Recht fragen, was denn aus all diesen "Künstlern" wohl geworden ist, von denen heute, nicht selten sicherlich ebenfalls zu Recht, niemand mehr spricht.

Anstatt jedoch wieder wirkliche Talente zu fördern und aufzubauen, lassen die großen Labels sich ihre "Bands" heute lieber im TV zusammenbasteln oder von geschäftstüchtigen Produzenten entwickeln, wie z.B. ein neues Waschmittel oder ein beliebiges anderes Massenprodukt.

Seien wir doch mal ehrlich... Die Musiker, die sich vielleicht schon seit Jahren kennen und aus Leidenschaft und Spaß an der Sache zusammen Musik machen, haben heutzutage doch so gut wie keine Chance mehr.

Die "Musiker" unserer Zeit müssen scheinbar nur möglichst gut aussehen und ansonsten hauptsächlich funktionieren, wie Roboter.

Wollen sie plötzlich mehr Mitbestimmungsrechte oder der Erfolg beginnt nachzulassen, dann werden sie halt einfach durch ein schon längst in irgendeiner Schublade bereitliegendes neues "Produkt" ersetzt.

So ist auch gleichzeitig bei diesen ganzen dubiosen Quiz-Sendungen im TV stets für eine ausreichende Menge an Nachwuchs-"Moderatoren" gesorgt.

...Doch das ist ein anderes aber sicherlich nicht minder trauriges Thema!