Donnerstag, 28. Juni 2007

Zurück aus Düsseldorf

So, nun bin ich also auch wieder zurück aus Düsseldorf, wo ich Konzerte von Lou Reed (Montag) und Genesis (Dienstag & Mittwoch) besucht habe.

Momentan bin ich aber noch zu kaputt, um ausführlich darüber zu berichten, denn ich habe während dieser Tage nicht sonderlich viel Schlaf bekommen, und auch meine Füße tun aufgrund der ständigen Lauferei und Steherei ziemlich weh.

Detaillierte Berichte folgen im Laufe der Woche als "Düsseldorf Diaries", und auch ein paar neue Videos werde ich noch in mein Webalbum laden.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Peter Gabriel - Another Big Time in Hamburg

Nach dem The Who Konzert am Montag ging mein Konzertmarathon am Dienstag bereits weiter, denn diesmal sollte Peter Gabriel sich auf der Freilichtbühne im Hamburger Stadtpark die Ehre geben.

Erstmal nutzte ich aber den Tag und ging nach dem Auschecken aus dem Hotel zum Hafen.

Bei herrlichstem Sonnenschein wanderte ich also die Landungsbrücken entlang, ging durch den Alten Elbtunnel auf die andere Seite der Elbe und genoss die dortige Aussicht, ehe ich mich zu einer Hafenrundfahrt auf eine der zahlreichen Barkassen begab.

Hamburger Hafen - Landungsbrücken

All das habe ich nun zwar schon unzählige Male gemacht, aber irgendwie gehört das für mich zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Hamburg einfach dazu.

Als ich am Abend dann wieder auf dem Gelände der Freilichtbühne ankam, war dieses noch erstaunlich leer, so dass ich mich schließlich in der dritten Reihe vor der Bühne wiederfand und vorher sogar noch in Ruhe etwas Essen und Trinken konnte, was mir am Vortag ja leider nicht wirklich vergönnt war.

Um ca. 18:45 Uhr hatte ich dann aber doch noch ein Déjà-Vu, denn erneut begann das Konzert früher als auf der Eintrittskarte angegeben, diesmal aber immerhin tatsächlich mit dem Vorprogramm, welches von Charlie Winston bestritten wurde.

Dessen Musik passte zwar nicht so wirklich zu der von Peter Gabriel, aber sie entpuppte sich doch recht schnell als ein Garant für gute Laune und sommerliche Stimmung, was verbunden mit dem immer noch herrlichen Wetter für eine richtig tolle Atmosphäre sorgte.

Hätte ich genügend Geld dabei gehabt, hätte ich mir sicherlich auch noch die CD von Charlie Winston gekauft, doch die kann man glücklicherweise auch über dessen Website bestellen.

Etwas später war es dann endlich soweit, und Peter Gabriel betrat die Bühne.

Peter Gabriel Peter Gabriel

Gleich zu Beginn machte er mit "The Rhythm Of The Heat" auf eine recht eindrucksvolle Art und Weise klar, dass an diesem Abend alles möglich sein würde und er auch stimmlich in hervorragender Form ist.

Tatsächlich gab es dann auch nur wenige seiner Hits zu hören, dafür jedoch zahlreiche Klassiker, die so manchem langjährigen Fan die Freudentränen nur so in die Augen getrieben haben dürften, denn nie hätte man zuvor wohl damit gerechnet, diese Songs tatsächlich noch einmal live erleben zu dürfen.

Die Auswahl der Songs der aktuellen Tour basiert übrigens auf einem Voting, bei dem die Fans für die Songs abstimmen konnten, die sie gerne einmal live hören würden.

Viele der Songs wurden seit Jahren nicht mehr gespielt und auch nur relativ selten geprobt, so dass der ein oder andere Spielfehler sich dann doch mal einschlich.

Wirklich gestört haben dürfte das aber wohl keinen, genauso wenig wie die Bühnenshow, die im Vergleich zu früheren Touren geradezu schlicht wirkte, eben dadurch aber den Fokus stets auf die Musik und die Band zu lenken vermochte.

Oftmals erzählte Peter Gabriel auch etwas über die Songs, wobei er meist deutsch sprach und den Text von Zetteln ablas.

"Schnappschuss (Ein Familienfoto)" gab es dann sogar in der deutschen Version zu hören, und auch bei "Not One Of Us" ließ er es sich nicht nehmen, einige Zeilen in deutscher Sprache zu singen.

Die Besetzung der Band hat sich seit der letzten Tour bis auf den Platz an den Keyboards glücklicherweise nicht geändert, so dass auch dieses Mal unter anderem der grandiose Tony Levin am Bass und David Rhodes an der Gitarre eindrucksvoll ihr Können unter Beweis stellen konnten.

Tony Levin, Ged Lynch, Peter Gabriel & David Rhodes

Als Peter Gabriel jedoch irgendwann ankündigte, dass der von den Fans am häufigsten gewünschte Song "Mother Of Violence" nun von seiner Tochter Melanie gesungen werden würde, erinnerte sich so mancher wohl an die letzte Tour, bei welcher eben diese nicht gerade mit gesanglichen Großtaten überzeugen konnte.

Doch die positive Überraschung folgte sehr schnell, denn der Gesang von Melanie hat sich erstaunlich verbessert und passte meiner Meinung nach auch wirklich gut zu dem Song.

Melanie Gabriel & Tony Levin

Wer auf Hits gehofft hat, dürfte diesen Abend wohl mit eher zwiespältigen Gefühlen in Erinnerung behalten, denn erst recht spät gab es den ein oder anderen davon dann doch noch zu hören.

Als jedoch bei "In Your Eyes" als letzter Zugabe nochmals Charlie Winston die Bühne betrat und einen Teil des Songs als Duett mit Peter Gabriel sang, waren die meisten aber wohl bereits wieder versöhnt... Wissend, dass sie gerade einem ganz besonderen Konzert beiwohnen durften.

Charlie Winston, Ged Lynch, David Rhodes & Peter Gabriel

Wann erlebt man schließlich schon mal Peter Gabriel in einer derart schönen und intimen Location, dazu noch derartig gut gelaunt und gut bei Stimme?

Sehr sympathisch fand ich auch seinen Lachanfall bei der Vorstellung der Band, als er etwas über Richard Evans erzählte und sich daraufhin nicht mehr einkriegen konnte.

Einige interessante Hintergrundinformationen über das Konzert gibt es übrigens bereits im Peter Gabriel Tourdiary.

Weitere Fotos und Videos, die ich während des Konzertes aufgenommen habe, sind in meinem Webalbum zu finden.

Die komplette Setlist des Konzertes werde ich auch hier wieder als Kommentar zum Beitrag posten.

The Who - An Amazing Journey in Hamburg

Am Montag war es soweit, und mein Sommer 2007 Konzertmarathon ging nach dem Genesis Konzert in Hamburg in eine neue Runde.

Diesmal waren es The Who, die auf der Freilichtbühne im Hamburger Stadtpark spielen sollten, für mich übrigens eine der schönsten Open-Air Locations hierzulande.

Hatte es in Hamburg nachmittags noch ordentlich geregnet, so ließ sich rechtzeitig zum Konzertbeginn doch tatsächlich die Sonne wieder blicken... Ein gutes Omen?!

Als ich das Gelände der Freilichtbühne gegen 19:30 Uhr betrat, war ich zuerst noch etwas enttäuscht, als ich einen Zettel entdeckte, auf dem stand, dass die Vorgruppe The Cult nicht spielen würde, denn die hätte ich durchaus gerne einmal live gesehen.

Konzertbeginn sollte laut der Eintrittskarte um 20:00 Uhr sein, also blieb ja noch etwas Zeit, um sich um etwas zu Essen zu kümmern.

Nachdem ich um ca. 19:45 Uhr dann mein Steak in den Händen hielt, hätte ich selbiges vor Schreck fast wieder fallen gelassen, als ich die vertrauten Klänge von "I Can't Explain" vernahm.

Still und heimlich hatten The Who doch tatsächlich bereits die Bühne betreten und auch gleich losgelegt, so dass sich plötzlich zahlreiche Menschen sehr überrascht von den zu der Zeit noch gut gefüllten Ständen zur Bühne bewegten.

Ein Großteil der Stände befindet sich auf dem Gelände der Freilichtbühne nämlich hinter dicht gewachsenen Bäumen, und von dort ist die eigentliche Bühne nicht einsehbar.

Meiner Meinung nach ist es doch etwas unglücklich, wenn erst am Eingang zu lesen ist, dass die angekündigte Vorgruppe nicht spielt, und der Hauptact dann auch noch früher als auf der Eintrittskarte vermerkt mit seinem Auftritt beginnt.

Ich selbst habe zwar das gesamte Konzert gehört (gesehen habe ich es aus oben genannten Gründen jedoch erst ab dem zweiten Song), doch es waren auch viele Besucher dort, die bewusst später kamen, da sie keine Lust auf die Vorgruppe hatten.

All diese Leute hatten somit einen teilweise nicht unerheblichen Teil des Auftritts von The Who verpasst, was bei einem Eintrittspreis von immerhin 75,- € sicherlich nicht so schön ist.

Ein Ehepaar, welches mir nach dem Konzert in der U-Bahn gegenüber saß, hatte jedenfalls ca. 30 Minuten für The Cult und weitere 15 Minuten für die Umbaupause einkalkuliert und kam somit auch erst gegen 20:45 Uhr im Stadtpark an.

Wie die beiden sich gefühlt haben müssen, als sie erfuhren, dass The Who zu der Zeit bereits seit ca. einer Stunde spielten und sie somit knapp die Hälfte des Auftritts verpasst haben, kann ich mir jedenfalls nur allzu gut vorstellen.

Soviel also zum sicherlich nicht optimalen Drumherum, doch das Wichtigste war ja schließlich der Auftritt von The Who.

Routiniert rockten und tobten sich die alten Herren durch ihr Set voller Highlights aus ihrer langen Karriere, aber auch viele Songs des aktuellen Albums kamen zu Gehör, welche live sogar noch erheblich lebendiger und frischer rüberkamen als auf CD.

Bis auf Projektionen auf einer Leinwand im Hintergrund und ein paar bunte Scheinwerfer gab es zwar so gut wie keine Bühnenshow, doch die brauchte es bei einem solch energiegeladenen Auftritt auch nicht wirklich, denn hier stand ganz klar die Musik im Vordergrund.

Etwas schade fand ich es allerdings, dass die anderen Bandmitglieder im Gegensatz zu Sänger Roger Daltrey und Gitarren-Maniac Pete Townshend doch etwas untergingen, denn immerhin standen da z.B. mit Pino Palladino und Zak Starkey (dem Sohn von Ringo Starr, dem Schlagzeuger der Beatles) nicht gerade unbekannte Namen auf der Bühne.

Musikalisch stimmte aber bis auf ein paar anfängliche Gitarrenprobleme (das ist halt live) wirklich alles.

Besonders Pete Townshend hatte viel zu erzählen und sorgte immer wieder für den ein oder anderen Lacher, begeisterte aber natürlich hauptsächlich durch sein grandioses Gitarrenspiel mit zahlreichen seiner berühmt-berüchtigten "Windmühlen".

Von Roger Daltrey hatte man nun ja bereits des Öfteren gehört, dass seine Stimme wohl nicht mehr so richtig mitmachen soll, doch das, was er da in Hamburg abgeliefert hat, war wirklich erstklassiger Gesang.

Bei den Zugaben merkte man ihm zwar an, dass einige Parts ihn wohl zunehmend anstrengten, aber selbst diese klangen dennoch sauber und kraftvoll, und so wie dieser Mann wirbelt wohl auch kein Zweiter sein Mikrofon durch die Gegend, wobei es mit dem Auffangen des selbigen einmal dann aber doch nicht so ganz geklappt hat, was er jedoch mit einem Lächeln quittierte.

Von diesen alten Recken können sich so manche "Ausgeburten" der heutigen Musikszene wahrlich noch das ein oder andere Scheibchen abschneiden.

...Sollte es tatsächlich irgendwo auf dieser Welt einen Jungbrunnen geben, so könnte man fast vermuten, dass Roger Daltrey und Pete Townshend schon einmal dort waren.

Als großer Fan der CSI-Fernsehserien habe ich mich übrigens auch sehr darüber gefreut, dass tatsächlich die Titelsongs aller drei Serien gespielt wurden.

"Who Are You" (CSI: Las Vegas), "Baba O'Riley" (CSI: New York) und "Won't Get Fooled Again" (CSI: Miami)!

Die komplette Setlist des Konzertes gibt es für alle Neugierigen als Kommentar zu diesem Beitrag.

Samstag, 16. Juni 2007

Genesis sind zurück... Und wie!

Gestern meldeten sich Genesis in der wohl bekanntesten Besetzung mit Phil Collins eindrucksvoll zu ihrem ersten Konzert in Deutschland seit ca. 15 Jahren zurück, und die AOL Arena in Hamburg stand Kopf.

Sollte tatsächlich jemand glauben, dass die alten Herren es nicht mehr drauf haben, dann sollte er sich schnellstmöglich ein Ticket für eines der noch kommenden Konzerte besorgen und sich vom Gegenteil überzeugen lassen.

23.06.07 - Hannover, AWD Arena
26.06.07 - Düsseldorf, LTU Arena
27.06.07 - Düsseldorf, LTU Arena
28.06.07 - Stuttgart, Gottlieb-Daimler-Stadion
03.07.07 - Berlin, Olympiastadion
04.07.07 - Leipzig, Zentralstadion
05.07.07 - Frankfurt, Commerzbank Arena
10.07.07 - München, Olympiastadion
Die Bühne an sich ist schon wahrlich imposant, doch wenn die Show erstmal so richtig in Fahrt gekommen ist, kommt man aus dem Staunen schon fast nicht mehr raus.

Die Songauswahl ist ebenfalls absolut gelungen und dürfte alte und neue Fans gleichermaßen begeistern, aber auch die Reihenfolge der Songs im Set ist wirklich sehr stimmig.

Die komplette Setlist des Konzertes ist als Kommentar zu diesem Beitrag zu finden... Es wird also keiner gezwungen, sie zu lesen.

Sicherlich wird vielen wohl der ein oder andere Lieblingssong fehlen, aber immerhin handelt es sich bei Genesis um eine Band, die schon seit ca. 40 Jahren aktiv ist und auf den Konzerten somit auch viele Schaffensphasen abzudecken hat.

Es war auf jeden Fall ein wirklich durchweg grandioses Konzert und wohl in jeder Hinsicht sehr viel besser, als so mancher es nach der Ankündigung der Tour vielleicht noch erwartet hatte.

Einige Videos, die ich während des Konzertes aufgenommen habe, sind bereits in meinem Webalbum zu finden.

Weitere Infos über Genesis und die laufende Tour gibt es hier.

Ich selbst freue mich schon jetzt sehr auf die beiden Konzerte in Düsseldorf, bei denen ich ebenfalls wieder dabei sein werde.

Ein kleiner Hinweis nun noch an diejenigen, die es scheinbar immer noch nicht mitbekommen haben:

Phil Collins ist zwar Mitglied bei Genesis, aber er ist nicht Genesis!

Wenn man also mit der Hoffnung auf Songs wie "One More Night", "In The Air Tonight" oder "Sussudio" ein Genesis Konzert besucht, dann kann man nachher eigentlich nur enttäuscht sein.

Montag, 4. Juni 2007

Frisch gemachte Pizza

Es geht doch nichts über frisch gemachte Pizza, und genau deshalb habe ich mir auch gerade ganz spontan eine bei meiner Stamm-Pizzeria bestellt.

...Wahrscheinlich interessiert das eh niemanden, aber für mich wird das der perfekte Ausklang eines wirklich angenehmen Tages.

PS: Wieviel Prozent seines Gehirns muss man eigentlich bereits verloren haben, um stundenlang eine dieser dämlichen Quizshows "moderieren" zu können.